Wichtiger Hinweis!

Es tut uns von ganzem Herzen leid, aber durch die Baumaßnahmen für die Deicherhöhung ist es leider zur Zeit nicht möglich, die sonst vorhandene Deichrampe für unsere Gäste, die gehbehindert oder auf einen Rollstuhl angewiesen sind, zu nutzen.

Wir versichern Ihnen, dass wir alles uns Mögliche tun, damit der Zugang zu unseren Räumen auch für Sie so bald wie möglich wieder frei ist.

Neues Titelbild

Historie           Hotel- Restaurant "Zur Nordsee"

Biographischer Kommentar zur Gastwirtschaft "Zur Nordsee": Das ehemalige dänische Zollhaus wurde 1866 von Christian Valentin  Hansen gekauft und als Gastwirtschaft eingerichtet. Eine Räucherei wurde hinzugebaut. 1920 übernahm der Sohn John Boy Hansen mit drei  Geschwistern die Gastwirtschaft. Nach dem Ableben von John Boy Hansen,  1957, erbte der Neffe Johann Valentin Hansen die Gastwirtschaft. Er  verpachtete sie 1960 an Otto und Lieselotte Hoffmann. Durch Krankheit  musste Otto Hoffmann die Gastwirtschaft 1964 abgeben. Fritz und Erika  Höfer übernahmen die Restpacht von 7 1/2 Jahren 1972. Im Jahr 1975 führte  Johann Valentin die Gastwirtschaft wieder selbst. 1975 - 1989 pachteten  Hans Heinrich und Anita Hass das Restaurant. 1989 wurde es dann an Heino  Hass verkauft.

Quelle für Textauszüge:  Karl-Ludwig-Petersen, Archivgruppe des Heimatvereins Nordstrand

Wir haben jeden Tag, außer Mittwoch geöffnet.
Warme Küche jeweils mittags und abends bis 21:00 Uhr.
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Historie             Standcafé "Halligblick"

60 Jahre Halligblick - Familie Dau:  Georg-Henning Dau kaufte die Häuser 1920. Das jetzige Gästehaus war das Wohnhaus und das jetzige  Caféhaus war das Kohlenlager. Im Giebel des Kohlenlagers hatte der  Vorbesitzer einen Spion (Reflexspiegel) angebracht, um ohne Mühe die  Hafeneinfahrt einzusehen. Somit konnte er die einfahrenden Frachter von  der Hallig erkennen, ohne auf den Deich steigen zu müssen.

Im Garten wurde eine Werkstatt für Tischlerei gebaut und eingerichtet. Danach wurde das Kohlenlager zum Wohnhaus um- und  ausgebaut. Im Sommer 1931 fand endlich der von Mutter gewünschte Umzug in das "neue Haupthaus" statt.

Im Jahre 1936 wurde der Damm zum Festland fertiggestellt und somit kamen Tagesgäste auf die Insel.

Um ein 2. Standbein zu schaffen, hat Vater Mutters Idee  mit der Bewirtung von Sommergästen aufgegriffen. Es wurden Gästezimmer,  eine Caféstube, danach die Café-Veranda mit einem Brückenzugang zum  Deich gebaut. Da der Deich zu der damaligen Zeit wesentlich niedriger  war als heute, musste eine Treppe mit 13 Stufen von der Café-Veranda auf die Deichkrone geschaffen werden. Auf der Krone führte die Straße zum  Hafen zur Belieferung der Frachtschiffe entlang.

In der damaligen Zeit kostete eine Übernachtung mit  Frühstück 1,50 RM. Eine Vollverpflegung mit 4 Mahlzeiten pro Tag  kostete 4,50 RM, dieser Betrag ermäßigte sich bei einem Aufenthalt von  mehr als 3 Tagen auf 3,50 RM. Die Zimmer waren zur Südseite mit einem  Ausgang zur Veranda angelegt. Jede Familie hatte einen bestimmten Tisch. Insgesamt waren an der Seeseite 6 Tische aufgestellt.

Durch Tagesausflügler wurde die Nachfrage zum  Kaffeetrinken immer größer. Daraufhin wurde dann das Café eingerichtet.  Als Hilfskräfte standen 2 junge Mädchen zur Verfügung. Diese Mädchen  hatten vollen Familienanschluss, alles wurde gemeinsam erledigt. Es war  ein sehr harmonisches Miteinander. Die Namensgebung des Hauses ergab sich von selbst "Café Halligblick".

Es gab in dieser Zeit auf der Insel noch keine  Wasserleitung und auch keine Elektrizität. Die Strom- und  Wasserversorgung wurde erst nach dem 2. Weltkrieg gebaut. Die Saison war recht kurz, sie dauerte max. 4 Monate.

Im Jahre 1942 gab es auf Nordstrand eine Typhus-Epidemie. Das bedeutete für den "Halligblick" die Beschlagnahme aller  Gästebetten. Sie wurden benötigt für die Kath. Schule (Notkrankenhaus),  das Kath. Kinderheim und für das Nordstrander Krankenhaus (15 Betten).  Nach ca. 3-4 Monaten wurden die Betten den Alteigentümern in schlechtem  Zustand wieder zurück gegeben. Am 23. Juli 1943 geschah der erste  Phosphorangriff auf die Stadt Hamburg. Sämtliche Gästezimmer wurden von  der Gemeinde beschlagnahmt und mit ausgebombten Hamburgern belegt. Die  Familie Dau hatte 7 Kinder und 5 Erwachsene aufzunehmen. Ein Teil von  ihnen zog im Laufe des folgenden Jahres um. Zwei Kinder sind mit ihrer  Großmutter bis zum Jahre 1948 im "Halligblick" geblieben. Nach 1948 verließen die letzten Hamburger Dauerbewohner  den "Halligblick" und mit dem Startgeld der Währungsreform wurde die  Renovierung des Hauses mit eigenen Mitteln und Kräften durchgeführt.

Die Neu-Eröffnung konnte Ostern 1950 mit Voll-Konzession erfolgen. Die  erste Hochzeitsfeier im "Halligblick" war 1951.

Das Bestreben der Familie Dau-Rohde war, die Insel- und  Halligwelt (10 Halligen) mit ihrer Entstehung und Vergangenheit den  Besuchern nahe zu bringen. Dazu wurden Vorträge im Café angeboten, die  sehr großen Zuspruch fanden. Ganze Busgesellschaften zog es zu den  Vorträgen in den "Halligblick". Viermal wurden aus dem "Halligblick"  Hafenkonzerte über den Rundfunk übertragen.

Im Jahre 1962 wird der Hafen Strucklahnungshörn neu eröffnet und im Gegenzug der Norderhafen aufgegeben. Der Straßenzug  wurde von der Deichkrone landeinwärts hinter den Häusern "Halligblick"  und Gästehaus durch die aufgegebenen und dazugehörigen Gärten geführt. Auf dem ehemaligen Gartengelände, das bis zum Sielzug führte, wurden  zusätzliche Parkplätze angelegt. Bedingt durch die notwendige  Deicherhöhung konnte die Brücke vom "Halligblick" zur Deichkrone in  gerader Richtung verlängert werden. Die vorherige 13-stufige Treppe  wurde überflüssig. Bei der Sturmflut im Januar 1976  entstanden große  Schäden am Außendeich vor dem "Halligblick".
Bei der großen Schneekatastrophe im Jahr 1978/79 in  Nordfriesland hat sich die Nachbarschaftshilfe auch im Haus  "Halligblick" bewährt.

Edmar Dau verstarb plötzlich im Alter von 50 Jahren am  12. April 1979. Nach dem Tod von Edmar Dau wurde der "Halligblick" noch  bis Jahresende von Gisela Dau weitergeführt. Im Anschluss wurde das Haus  in andere Hände übergeben.

... und seit April 2009 liegt das Strandcafé "Halligblick" in den Händen der Familie Hass und die Traditionen, wie die Mischung von Veranstaltungen, Konzerten  und Café mit Blick auf die Halligwelt werden in ihren Händen fortgeführt und zu neuem Leben erweckt. In Verbindung mit dem Restaurant "Zur Nordsee" bietet es den Gästen und Besuchern von Nordstrand eine Vielzahl von Veranstaltungen und Übernachtungen auf Nordstrand und sehr gute nordfriesische Küche.

Quelle für Textauszüge:  Karl-Ludwig-Petersen, Archivgruppe des Heimatvereins Nordstrand

Halligblick vom Deich gesehen